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Herbstwaldlauf 2006

Das war es dann mal wieder, wer nicht dabei war, hat was verpasst.

 

Der Mensch an sich ist ja mehr oder schlechter darauf ausgelegt, immer mal wieder und lange zu rennen. Ganz früher waren es mal die Mammute, die es einzuholen galt oder aber es musste ums überleben gerannt werden. Heute sind die natürlichen Gelegenheiten deutlich seltener geworden und der sportinteressierte Mensch versucht es mit Ersatzherausforderungen.

So entstand das Wettrennen. Als Kind in der Schule von den Meisten gehasst, im Verein heute Herbstwaldlauf genannt. Nach einem langen Ruderjahr ist es die letzte Gelegenheit, im Wettkampf die Kräfte gegeneinander zu messen und zu versuchen, den inneren Schweinehund beim Endspurt zu überlisten. Nach dem Frühjahrswaldlauf ist dann beim Vergleich der Zeiten schnell zu erkennen, wer im Winter faul hinterm Ofen lag oder wer sich fleißig auf die neue Saison vorbereitet hat.

In diesem Jahr galt es eine kleine Serie zu erlaufen. In den letzten beiden Jahren hat der FRV die Gesamtwertung des Herbstwaldlaufs gewonnen, im Jahr 2004 sogar auch die Jugendwertung.

Es wurden also alle kleinen und großen Ruderer im FRV aktiviert, stimuliert, genötigt und überredet, dann wurde gekämpft und gerannt – es war wunderbar. Das Wetter war so la la, es war schon eher für hinter den Ofen, aber es gab auch schon schlimmere Wetter beim Waldlauf.

Respekt vor den Trainern, Betreuern und auch Eltern, die alle dafür sorgten, dass die Kinder einen spannenden Vormittag hatten. Die Senioren mussten selbst sehen, wie sie sich auf die Reihe bekommen. Nicht jeder von ihnen war in Höchstform und so mancher betrieb eine Vorbereitung, die die deutlich falschen Schwerpunkte setzte und eindeutig zu kurz vor dem Wettkampf endete, sprich morgens gegen 2 Uhr.

Das eigentliche Rennen an sich geht ja recht schnell, so nach spätestens 6 Minuten ist es vorbei. Nur die ganz Harten nehmen die Last der 3000 m – Strecke auf sich, dieser Schlusslauf ist dann aber – zumindest für die Zuschauer – auch sehr beeindruckend. Das Drumherum zählt sowieso. Es gibt viel Zeit zum Schwatzten und aus allen Vereinen sind Ruderer dabei und fast jeder freut sich, dass er oder sie es geschafft hat und nimmt sich vor, im nächsten Jahr noch ein bissel mehr in die Vorbereitung zu investieren.

Die Rotationer haben den Tag wie immer perfekt vorbereitet. Alle Rennen gingen pünktlich los und dank toller Technik funktionierte die Zeitnahme immer (Das musste ich jetzt unbedingt schreiben, weil ich in diesem Jahr die Geräte erklärt bekommen habe). Musik, Essen, Umkleide, Stimmung – alles wie gewohnt, alles wie immer – wunderbar. DANKE an die Rotationer.

Leider reichte es in diesem Jahr nur zum 2. Platz in der Jugendwertung und zum 3.Platz in der Gesamtwertung. ABER: Es gibt einen nächsten - am 18. März 2007 ist Frühjahrswaldlauf. Seid dabei!

 

 

Ausdauerlaufende Grüße

von Ingo Kölsch