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Herrenabschlußfahrt 13. - 15. Oktober 2006

Wie üblich, nach einem Startpils, so wie es in der Einladung von VL Gerald Hennig stand, ging es am Freitag Abend in Richtung Flecken Zechlin. Von den „Einheimischen“ Jörg und Steffi freundlich empfangen, bereiteten wir zunächst unser Nachtlager vor, um uns dann um den gemütlichen Teil des Abends, dem Grillen mit Lagerfeuer zu widmen.

Lecker und reichlich war es wieder einmal. Neben dem üblichen Steak lagen auch Ente, Rind und Lachs mit auf dem Grill. Fred hatte außerdem einen feinen Salat zum Buffet beigetragen. Und das Highlight des Abends war die Führung von Steffi durch den vereinseigenen „Weinkeller“, der alle Vorurteile über die „preußische Weinwüste“ verstummen ließ. Obwohl es natürlich auch hier „lieblichen Dornfelder“ gab, lagerte dort auch so mancher gute Tropfen aus Spanien, Südafrika und auch aus deutschen Landen.

Mehr oder weniger ausgeruht ging es am Sonnabend dann raus aufs Wasser. Mit einem Zweier und zwei Doppelvierern mit und zunächst 11 Mann (zwei sollten später noch hinzu stoßen), ging es zunächst über den Schwarzen See, der durch einen kleinen Kanal mit dem Großen Zechliner See verbunden ist weiter über die traumhafte Wasserlandschaft der Region.

An den besetzten Schleusen traf man noch auf zahlreiche Ausflugsboote, deren (Freizeit)Kapitäne zum Teil kräftig tun hatten, ihre unförmigen Gefährte zu manövrieren.

Jene Schleusen sind besonders bei Ihre Aus- und Einfahrten sogar für Ruderboote recht eng, was uns einmal zum Verhängnis wurde. Ein Ruderblatt musste dran glauben, als es bei der Auslage in einen Spalt eines Schleusenpfostens kam.

Zur Mittagspause machten wir Rast bei einer kleinen Imbissbude direkt am Wasser. Schon recht kühl war es. Der graue Himmel ließ auch keine Sonnenstrahlen mehr auf die Rheinsberger bzw. Mecklenburger Seenplatte scheinen, und machte die Hoffnung, dass sich daran etwas ändern würde, zunichte. Die Steuermänner hatten bereits ihre Winterausstattung hervorgeholt. Zügig ging es deshalb weiter in Richtung Mirow.

In Mirow angekommen hieß es zunächst „Ozapft is!“ und das Erreichen des Ziels wurde begossen. Die Witterung hatte den Vorteil, dass das Bier herrlich gekühlt genossen werden konnte. Gegen das äußere Abkühlen half anschließend eine heiße Dusche im Ruderverein.

Nun wurden noch die Luftmatratzen aufgepumpt und aneinandergereiht, bevor es erneut zum gemütlichen Grillabend mit wärmendem Lagerfeuer überging. Am selben Abend reiste noch Dirk Tietze mit der Bahn aus dem fernen Berlin an, um den auf der Hinfahrt leer gebliebenen Rudersitz für die Rückfahrt zu belegen.

Der kommende Tag zeigte sich von einer etwas freundlicheren Seite, was bereits beim Frühstück die Gemüter erheiterte. Nun kam noch, ebenfalls aus Berlin, Thomas Wigankow angereist. Jetzt waren wir mit 13 Mann komplett, was den vorher unterbesetzten Booten entsprechenden Anschub verlieh.

Unsere Jausenstation auf dem Rückweg war der Kiosk am Tietzowsee bei Zechlinerhütte. Jener hatte ob der fortgeschrittenen Saison nur noch ein eingeschränktes Angebot. Es ist anzunehmen, dass man nach unserem Besuch wegen Ausverkaufs die Saison endgültig beendete.

Am Nachmittag in Flecken Zechlin angekommen, wurden wir zum Ausklang der diesjährigen Herrenabschlussfahrt von den Damen mit Kaffee und leckerem, selbstgebackenem Apfelstreusel empfangen.

Die Rudersaison fand für die Teilnehmer mit dieser Fahrt ihren würdigen Abschluss. An der regen Beteiligung hatte sicher auch die ebenso schöne Fahrt in den Unterspreewald vom vergangenen Jahr ihren Anteil.

In diesem Sinne möchte ich wieder einmal Gerald Hennig und allen Beteiligten für die Organisation und Realisation der Fahrt danken!

 

 

Bernd Nollert