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Musik als Therapie

- der Shantychor des FRV zu Gast im Seniorenzentrum Köpenick

 

Niemand will es so recht wahr haben, aber man wird nun mal nicht jünger. Mehr oder weniger spüren wir sie irgendwann doch, die zunehmenden "Wehwehchen" - mal ist es die Wirbelsäule, dann wieder sind es die Knie- oder Armgelenke, den Kopf drehen beim Fahren mit dem Einer konnte man auch schon mal besser, und das Einsteigen ins Boot war früher auch weitaus  problemloser.

Dazu  dann, völlig unvorbereitet, der Kontakt zu Alten- bzw. Pflegeheimen oder Seniorenzentren beim Wiedersehen mit ehemaligen Sportkameraden oder Arbeitskollegen. Was ist aus diesen Menschen geworden sie, die in unserer Erinnerung ganz anders waren- heute im Rollstuhl, das Gedächtnis geschädigt, die Persönlichkeit und das Selbstwertgefühl kaum noch wahrnehmbar. Und die bange Frage“ was wird aus uns selbst“, irgend wann- wer weiß das schon.

So gab es überhaupt keine Diskussion, als uns das Seniorenzentrum Köpenick in der Werlseestr. ansprach und um Unterstützung bat. Ehrenamtlich selbstverständlich!

Mit der Erfahrung nach nunmehr drei Auftritten ist für alle Chormitglieder klar, dass wir die Menschen dort nicht allein lassen werden. Sich mühsam im Rollstuhl haltend oder zum teil geistig verwirrt ist es immer wieder die Musik, sind es unsere Lieder, die positive Erinnerungen wecken, lichte Momente schaffen und somit den Betroffenen einen Teil ihrer Persönlichkeit zurückgeben.

Nichts ist beglückender als zu erleben, wie dankbar Männer und Frauen jeden Alters unsere Auftritte begleiten, denen die Anerkennung an anderer Stelle oft leider versagt bleibt.

Der FRV steht damit für eine soziale Komponente,  die über das rein Sportliche weit hinausgeht. Wir Älteren werden uns hier weiter engagieren - nicht nur weil es Sinn sondern darüber hinaus - uns auch Freude macht.

                                                                                 Gert August (the shantyman)